Sauberer Analverkehr mit Analduschen & Irrigatoren

Wie viele andere Sexspielzeuge stammt auch die Analdusche ursprünglich aus dem Bereich der Medizin. Vom technischen Aufbau her ist sie so gearbeitet, dass es durch eine Analdusche möglich wird, auch die Körperregionen gründlich von innen zu reinigen, zu denen nur eingeschränkter Zugang besteht. In der Funktionsweise der Vaginalspülung nicht unähnlich, sollten Sexspielzeuge und Hilfsmittel, die für Analverkehr vorgesehen sind, allerdings ausschließlich für den Analverkehr genutzt werden. Soll eine Vaginalspülung vorgenommen werden, ist es ratsam, sich mit einem zweiten Gerät zu versehen. Trotz der Anwendung einer Analdusche ist Bakterienfreiheit im Enddarm weder zu erwarten noch wünschenswert. Lediglich eventuell vorhandene Stuhlreste lassen sich entfernen.

Analduschen und Mikroklistiere für die Enddarmreinigung

Für die Reinigung des Enddarms ist nur eine verhältnismäßig geringe Menge an Flüssigkeit notwendig. Etwa 200 bis 400 ml Spülflüssigkeit werden in einen Gummiballon gefüllt. Mithilfe einer gerundeten Einführspritze wird nun die Analdusche oder Klistierspritze in den Darm eingeführt. Auf Druck entleert sich die Flüssigkeit in den Darm. Im Anschluss wird sie auf natürlichem Weg ausgeschieden und eventuell im Darm verbliebene Stuhlreste verlassen den Körper. Auf Wunsch kann der Vorgang wiederholt werden, bis die austretende Flüssigkeit klar und sauber ist. Die optische Anmutung dieser Analduschen kann stark voneinander abweichen. Es sind sowohl einfache Geräte im Handel als auch solche, die in ihrer Erscheinungsform an einen Analdildo oder Butt-Plug erinnern.

Analduschen für die Irrigation

Sollte der Wunsch bestehen, vor dem Analverkehr auch eine Darmentleerung durch eine Darmspülung (Irrigation) hervorzurufen, sich der Stuhlgang jedoch nicht auf natürlichem Weg einstellt, hilft der sogenannte Einlauf. Hier kommt es zur Verabreichung von bis zu zwei Liter Wasser, die in den Darm eingeführt und anschließend ausgeschieden werden. Das Vorgehen ist dabei vergleichbar mit der Anwendung der Analdusche. Analduschen, welche die Aufnahmekapazität großer Mengen an Flüssigkeit erlauben, sind häufig mit einem separaten Gefäß für die Spülflüssigkeit ausgestattet und bringen die Flüssigkeit durch (Hand-)Pumpen in den Körper.

Alternativ zu Irrigatorsystemen sind im Handel Aufsätze erhältlich, die sich an einen Duschschlauch anschließen lassen. Aufgrund des hohen Wasserdrucks, der in Haushalten herrscht, benötigt diese Verfahrensweise viel Erfahrung im Umgang mit der eigenen Wasserleitung. Gleichfalls sollten sich Anwender sicher sein, dass die gewählte Wassertemperatur über die Dauer des Verfahrens konstant bleibt, um Schäden am Darm vorzubeugen.

Zuletzt sollen hier noch die Trichterklistiere Erwähnung finden. Sie arbeiten mithilfe der Schwerkraft und lassen das Einfüllen von Flüssigkeiten über einen Trichter zu, der in einen Schlauch einmündet. Abschließend gelangt die Spülflüssigkeit durch eine Einführspritze in den Darm. Sie lassen sich sowohl zur Irrigation als auch zur Enddarmspülung einsetzen.

Einsatzgebiete von Analduschen im Zusammenhang mit Analverkehr

Ungeachtet der Verwendung eines Kondoms ist der Kontakt mit Stuhl bei vielen Partnern unerwünscht. Auch im autoerotischen Analverkehr legen die meisten Anwender Wert darauf, dass der Darm vor der Penetration einer gründlichen Reinigung unterzogen wird. Für viele gehört ein vorab erfolgter Stuhlgang gleichfalls zu den Bedingungen. Je nach Zielvorstellung kann der Darmausgang gespült werden oder ein Stuhlabgang wird provoziert. Beide Methoden verlangen unterschiedliches Gerät und ebenso voneinander leicht abweichende Anwendungen. In beiden Fällen wird jedoch Flüssigkeit in den Darm eingeführt, die im Anschluss ausgeschieden wird. Mit dem Abgang der Flüssigkeit kommt es zu einer Reinigung des Enddarms oder gar zur Darmentleerung. Aufgrund teilweise hoher Mengen an Flüssigkeit ist es angeraten, die Darmspülung oder Analdusche dort vorzunehmen, wo die austretende Flüssigkeit keinen Schaden anrichten kann. Das Schlafzimmer ist nur unter bestimmten Gegebenheiten der ideale Ort. Besser geeignet ist das Badezimmer. Ungeachtet dessen kann die Analdusche nicht nur der Vorbereitung auf den Analverkehr dienen, sondern wird vielfach als Teil des Vorspiels aufgefasst. Trotzdem kann diese Maßnahme auch allein stattfinden, was jedoch ein wenig Übung erfordert. Im Zusammenhang mit Sado-masochistischen Spielarten der Erotik findet die Analdusche gleichfalls Erwähnung.

Für die Darmspülung geeignete Liquide

Grundsätzlich ist handwarmes Wasser durchaus im Körperinneren anzuwenden. Aufgrund des geringeren Salzgehaltes von Wasser gegenüber den natürlichen Körperflüssigkeiten kann dem vorbereiteten Wasser ein wenig Salz zugesetzt werden. Ein Salzgehalt von etwa 0,9 % gilt als optimal. Das entspricht etwa 9 g Salz auf einen Liter Wasser. Um der Verkeimung vorzubeugen, sollte die Spülflüssigkeit für jede Anwendung frisch angesetzt werden. Abgekochtes Wasser eignet sich als Ausgangsbasis am besten. Dabei gilt es zu beachten, dass das Wasser auf Körpertemperatur abgekühlt ist, bevor es eingeführt wird. Alternativ und bei dem Verdacht auf vorhandene entzündliche Prozesse im Darm kann eine leichte Lösung aus Kamille zur Anwendung kommen. Reines Wasser wäre bei häufigerem Gebrauch eventuell geeignet, die Austrocknung der Darmschleimhaut zu verursachen. Dem sollte man im Interesse der Darmgesundheit dringend vorbeugen.

Auf welche Weise wirken Analduschen?

Bei der Anwendung von Mikroklistieren oder Analduschen kommt es zu einer Spülung des Enddarms. Der Dickdarm und der darin eventuell vorhandene Stuhl bleiben unberührt. Anders als beim Verabreichen geringer Flüssigkeitsmengen steigt die rektal eingeführte Menge an Wasser bei der Irrigation im Darm bedeutend weiter auf. Etwa 20 cm lang ist der Enddarm. Im darüberliegenden Teil des Dickdarms befinden sich jedoch gegebenenfalls Verdauungsreste, die abgeführt werden soll. Die benötigte Menge, um diesen Stuhl zu erreichen variiert individuell. Die Aufnahme einer hohen Wassermenge führt im Darm zur sogenannten »Peristaltik«. Unter Peristaltik verstehen Mediziner die Muskeltätigkeit von Organen mit hohler Struktur. Dazu gehört neben der Speiseröhre auch der Harnleiter oder der Darm. Die Peristaltik ermöglicht den Weg der Speisen durch den gesamten Verdauungsapparat und tritt ohne äußere Einwirkung natürlich auf. Im Rahmen einer Analdusche wird sie jedoch durch die eingeführten Wassermengen ausgelöst.